Ein Globus auf dem Armaturenbrett und in Afrika

Natürlich erschließt sich nicht für jeden sofort, was man mit einem Heimatglobus so alles anstellen kann. Zunächst einmal ist jeder Globus aus unserem Programm ein echter Hingucker. Denn spätestens auf den zweiten Blick fällt den Betrachtenden auf, dass an einem Heimatglobus irgendetwas anders ist. Wichtiger aber ist, dass unsere Globen deutlich sichtbare Zeichen von Verbundenheit zu einer bestimmten Region sind. Und dieses Gefühl ist doch etwas sehr Persönliches. Das zeigen auch die vielen Beispiele von Menschen, die uns erzählen, wo und wie sie ihren Heimatglobus aufstellen. Eines dieser überraschenden Beispiele sind LKW-Fahrer und Camper, die uns Bilder von ihren Heimatgloben geschickt haben. Darauf ist zu sehen, dass sie ihren Heimatglobus auf ihrem Armaturenbrett befestigt haben. „So habe ich meine Heimat immer bei mir und immer vor Augen“, erzählte uns eine Wohnmobilistin auf einer Raststätte mit strahlendem Lächeln.

„Wo immer ich hinkomme, ich komme mit den Menschen sofort ins Gespräch“, schrieb uns ein LKW-Fahrer. Er berichtete auch, dass er oft die ganze Woche auf Europas Straßen unterwegs ist. Seine Pfalz hat er immer dabei mit seinem Pfalz-Globus „Gligger“ https://deinheimatglobus.de/produkt/gligger-12cm-mini-pfalzglobus/ „Und ihr glaubt gar nicht, wie viele Menschen sich dann den Globus genau anschauen und gar nicht aus der Hand geben wollen.“

Zuschriften und Gespräche dieser Art führen wir sehr häufig. Und natürlich ist es für uns eine große Freude, wenn wir solche Geschichten hören. Denn genau dafür machen wir ja unsere Heimatgloben. Zugegeben, an diese Art der Nutzung hatten wir damals gar nicht gedacht. Eine andere ganz besondere Geschichte ergab sich vor einiger Zeit aus einem Telefonat. Der Chef eines Unternehmens wollte einem langjährigen Mitarbeiter ein besonderes Geschenk machen und hatte an einen Ruhrgebietsglobus gedacht. Es stellte sich im Gespräch heraus, dass dieser Mitarbeiter aus Nigeria stammte und nach Studium, Ausbildung und einigen Jahren im Revier, nun in seine Heimat zurückkehren würde. Letztlich fiel die Entscheidung auf „Dat Klümpken“, weil dieser Miniglobus auch im Reisegepäck transportiert werden kann. https://deinheimatglobus.de/produkt/dat-kluempken-ruhrgebiet-miniglobus-12-cm/ Auf die Frage, warum der Mitarbeiter einen Ruhrpottglobus bekommen sollte, antwortete sein Chef prompt: „Weil er immer sagt, das ist meine zweite Heimat.“

Heimatgloben auch für kleine Regionen

Als wir vor etwa sieben Jahren den ersten Heimatglobus realisierten, hatten wir erstmal Ostfriesland im Blick. Schon wenig später merkten wir, dass diese Idee auch für weitere Regionen funktioniert. Also legten wir eine Liste von möglichen „Globusregionen“ an. Dazu zählten u.a. das Ruhrgebiet, Ostwestfalen-Lippe, die Pfalz, das Allgäu, Oberbayern und Großstädte wie Hamburg, Berlin, München und Köln. Aber leider war es damals nicht möglich, alle diese Regionen und Städte als Globen zu verwirklichen. Zumindest nicht nach unseren Qualitätsanforderungen. So wurde die tatsächliche Auswahl der Regionen u.a. durch die Kartografie begrenzt. Denn die bisherige Kartenbasis erlaubte nicht alle Maßstäbe, die wir benötigt hätten. Und natürlich hatten wir noch nicht so viel Erfahrung wie heute.

Mittlerweile haben wir uns gemeinsam mit unseren Partnern in der Kartografie und der Globus-Manufaktur weiterentwickelt. Heute sind wir in der Lage, Globen auch für kleinere Regionen zu realisieren. So konnten wir in den letzten Jahren gleich für mehrere Kunden Globen realisieren, die einen Landkreis oder noch kleinere Regionen zeigen. Unsere Kunden sind dabei in der Regel keine Privatleute. Es sind zumeist Unternehmen, die in einer bestimmten Region tief verwurzelt sind. Sie wollen wiederum ihre Kunden, ihren Mitarbeitenden oder auch ihren Partnerunternehmen diese Verbundenheit deutlich sichtbar zeigen.

Für uns ist die Erarbeitung der Karte fast immer gleich aufwändig – egal wie groß die gezeigte Region ist. Und das ist der schwierigste Teil unserer Arbeit. Denn wir wollen unseren Kunden den „perfekten“ Globus bieten. Dabei gehen wir auch auf Kundenwünsche ein. So wollte ein Auftraggeber gerne bestimmte Sehenswürdigkeiten eingezeichnet haben. Ein anderer wollte gerne für drei Locations die regionalen „Spitznamen“ in der Karte ausgewiesen haben. Solche Wünsche berücksichtigen wir natürlich gerne, wenn sie kartografisch machbar sind.

Globen in der Trocknung – ein Blick in die Arbeit der Globus-Manufaktur. (Bild: Dein Heimatglobus)

Außerdem müssen wir bedenken, dass wir eine Karte für alle Globusgrößen einer Region erstellen. Das heißt, ob wir einen Globus oder 100 Globen zu einer Region erarbeiten, der Aufwand für die Karte ist immer gleich. Und damit sind natürlich auch die Kosten gleich hoch. So müssen wir auch immer wieder Menschen enttäuschen, die gerne nur einen Globus einer ganz speziellen Region bestellen wollen. Oft stellen sie sich vor, man könne quasi mit einem Klick einen bestimmten Globus „zaubern“. Dieses Ziel haben wir leider noch nicht erreicht – noch nicht.

Warum die „Ette“ „Ette“ heißt

Jeder Mensch hat eine ganz persönliche Verbindung zu der Region, in der er sich heimisch fühlt. Deshalb haben wir uns überlegt, unseren Globen auch ganz „persönliche“ Namen zu geben. Zum Beispiel wäre der „26cm Ruhrgebietsglobus“ zwar eine korrekte Bezeichnung. Aber wir finden „Ette“ klingt besser. Und das gilt auch beim „12cm Ruhrgebiets-Miniglobus“. Den haben wir nach reiflicher Überlegung „Dat Klümpken“ getauft. Ein Pott-Name, der den meisten ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und da unsere Globen den Menschen Freude bereiten sollen, haben alle unsere Heimatgloben Eigennamen bekommen – immer mit Bezug zu der jeweiligen Region.

Die Wahl dieser Namen ist manchmal aufwändig, manchmal nicht ganz einfach, aber immer ein Riesenspaß. Unser Anliegen ist es, dass wir Namen finden, die den Menschen in der Region so vertraut sind wie die Region selbst. Da wir beide Wurzeln im Ruhrgebiet und in Ostwestfalen-Lippe haben, fiel uns die Auswahl der Namen dort nicht ganz so schwer.

2020 konnten wir die ersten Ruhrgebietsgloben vorstellen. Die vier Modelle erhielten die Namen Kawenzmann, Oschi, Ette und Dat Klümpken ( https://deinheimatglobus.de/ruhrgebietsglobus/. ) Kawenzmann heißt das größte Globusmodell mit einem Kugeldurchmesser von 34 cm – eine echte Wuchtbrumme. Oschi ist der zweite im Bunde mit einem Durchmesser von 30 cm. Oschi ist ebenfalls ein Hingucker und etwas eleganter. Ette ist unser Bestseller, ein Tischglobus mit 26 cm, der an jeden Platz passt. Und der kleinste Globus ist Dat Klümpken.

Ein Zeitungsartikel des Westfälischen Anzeigers (Januar 2020) – kurz nachdem der Ruhrgebietsglobus erschien. Auch in den Medien wurden die persönlichen Globusnamen gerne aufgenommen. (Quelle: Westfälischer Anzeiger).

Endgültig überzeugt von unserer Entscheidung für persönliche Globusnamen waren wir, als die ersten telefonischen Bestellungen für den Ruhrgebietsglobus bei uns eingingen. Wir wurden immer sehr fröhlich begrüßt. Dann folgten Fragen wie „Sach ma, wieviel Ocken willse für den Oschi haben?“ oder „Den Kawenzmann brauch ich bis Samstach. Krisse datt hin?“ Und so blieb es bis heute: Wenn sich Menschen bei uns telefonisch oder per Mail melden, benutzen sie die Eigennamen unserer Globen und freuen sich auch darüber.

Bei allen anderen Modellen haben wir uns Patinnen und Paten gesucht, die sich in ihrer Region richtig gut auskennen. An dieser Stelle wollen wir ihnen einmal „Danke“ sagen: Addo, Andreas, Carl, Fritz, Hans, Hans-Peter, Heidi, Ibo, Jochen, Peter, Michael, Monika. Eure Unterstützung war sehr wertvoll und es hat uns riesigen Spaß gemacht.

Globi, Globüsse oder Globuli?

Eine Frage, die wir bei Dein Heimatglobus wirklich sehr häufig beantworten, ist: „Wie heißt ein Globus eigentlich in der Mehrzahl? Globi, Globusse oder Globüsse?“ Ganz oft schieben die Fragesteller mit einem Lachen nach: „Oder etwa Globuli?“ Und ganz ehrlich, auf diese Frage hatten wir uns zu Beginn gar nicht vorbereitet. Trotz Latein in der Schule mussten auch wir uns erst einmal vergewissern.
Zunächst mal das Formale: Gemäß den Regeln der deutschen Rechtschreibung lautet die Mehrzahl von Globus – Globen. Diesen Begriff verwenden wir bei Dein Heimatglobus. Der Vollständigkeit halber wollen wir aber erwähnen, dass seit der Rechtschreibreform mehrere Globen auch Globusse genannt werden dürfen.
Seit wir Globen verkaufen, erleben wir die Frage nach dem passenden Begriff fast immer als Einstieg in ein spannendes Gespräch. Viele Menschen schildern Ihre Erinnerungen an den Globus, der in ihrem Kinderzimmer, im Klassenzimmer oder im elterlichen Wohnzimmer stand. Sie erzählen uns dann, wie sie als Kinder mit dem Globus gespielt haben. Viele erzählen aber auch, dass dieser Weltglobus später unbeachtet in irgendeiner Ecke verstaubte.
Und so hat sich auch unser Blick auf Globen seit dem Start von Dein Heimatglobus sehr verändert. Zum Beispiel bemerken wir auf einmal, in wie vielen TV-Sendungen, Filmen oder Serien ein Globus als Requisite den Hintergrund schmückt. Oder wie viele Freunden, Bekannten und Verwandten einen Globus in ihrer Wohnung aufgestellt haben. Und manchmal begegnen wir auch echten Globus-Fans, die gleich mehrere Exemplare besitzen und sich für außergewöhnliche Kartenbilder und Ausstattungen begeistern.

Unsere acht Heimatgloben oder Heimatglobusse – je einer von Ostfriesland, Sauerland, Münsterland, Allgäu, Pfalz, Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet und der Region Köln-Bonn-Oberbergischer Kreis (Quelle: Dein Heimatglobus)

Globen sind also allgegenwärtig, auch wenn wir sie vielfach kaum bewusst wahrnehmen. Umso mehr freut es uns natürlich, dass unsere Heimatgloben viel Aufmerksamkeit erlangen. Und sie erweisen sich – wie erwähnt – ganz oft als Auslöser für sehr persönliche Gespräche: über Orte, die mit schönen Erinnerungen verbunden sind; über Erlebnisse, die prägend waren; über Reisen, die etwas ganz Besonderes bedeuten; über Regionen, auf die manchen Menschen sehr stolz sind. Und weil diese meist kleineren Orte auf einem Weltglobus überhaupt nicht sichtbar werden, üben unsere Heimatgloben eine besondere Anziehungskraft aus – denn unsere Globen zeigen große und kleine Städte, aber auch viele Dörfer und kleinere Ortschaften. Sie machen so eine Heimat sichtbar.

„Dein Heimatglobus“ – ein echter Blickfang

Bisher haben wir beschrieben, wie es zur Idee von Dein Heimatglobus kam und was wir tun mussten, um den ersten Heimatglobus – den Globus von Ostfriesland – zu realisieren. Das waren die Ausgangspunkte für die Gründung der „Dein Heimatglobus GbR“, mit der wir an den Start gehen konnten.
An dieser Stelle verlassen wir die Chronologie und wollen Euch hier in unserem Blog Geschichten und Erlebnisse, Erfahrungen und Abenteuer aus unserer Reise als Globus-Unternehmen erzählen, denn davon gibt es viele. Hier also eine der ersten schönen Geschichten:
Wir hatten gerade die ersten Exemplare des Ostfriesland-Globus ausgeliefert und natürlich ein Exemplar – den Lüttje Globus – voller Stolz in unserem Wohnzimmer aufgestellt.
Zwei Freundinnen aus Süddeutschland besuchten uns und sie saßen beim Essen zufällig mit Blick auf diesen Globus. Zunächst bemerkten wir nicht die Irritation in ihren Augen, die immer wieder zu dem Globus hinter uns wanderten. Doch plötzlich fragte eine der beiden: „Was ist das für eine Riesenstadt auf dem Globus da hinten?“ Christiane schaute kurz hinter sich und sagte ganz selbstverständlich: „Emden“.

Der Lüttje Globus – ein besonders elegantes Exemplar des Ostfriesland-Globus – in der Mitte unten auf dem Globus ist Emden zu sehen. (Bild: Dein Heimatglobus)

Ihr könnt Euch das kurze Schweigen am Tisch vorstellen – gefolgt von einem fröhlichen „Wie jetzt?“ Ratzfatz erklärten wir unser Heimatglobus-Projekt. Am Ende des Abends hatten wir einen ganzen Strauß von neuen Ideen und Anregungen.
Seitdem konnten wir bei vielen Gelegenheiten etwas Ähnliches beobachten: Zuerst nehmen die Menschen eher beiläufig unseren Globus wahr. Mit einer kurzen Verzögerung wird ihnen bewusst, dass hier etwas ganz anders ist. Und dann beginnen sie, den jeweiligen Heimatglobus genauer zu betrachten. Davon berichten auch viele unserer Handelspartner. Sie haben einen Heimatglobus im Schaufenster und in ihren Geschäften ausgestellt. Ihre Kundinnen und Kunden denken zunächst: „Ach ja, ein Globus.“ Viele gehen erst einmal weiter und drehen aber nach ein paar Schritten um und schauen sich den Globus genauer an. Ein Heimatglobus ist also ein echter Hingucker und im wahrsten Sinne des Wortes ein Blickfang.

Wie alles begann 4: Eine eigenwillige Geschäftsidee

Die Resonanz auf den Ostfriesland-Globus blieb keine Eintagsfliege. Nachdem die ersten 200 Globen in kürzester Zeit verkauft waren, hatten wir einen Arbeitsablauf gefunden, um alle Bestellungen zügig und seriös abzuwickeln. Und das war gut so, denn es trafen schon bald Anfragen aus anderen Regionen ein. „Haben Sie auch einen Globus für das Saarland?“, „Können Sie mir einen Globus von Hamburg machen?“, „Gibt es einen Ruhrgebietsglobus?“

Was sollten wir also tun mit der Idee von einem Heimatglobus?

Der Groode Ostfriesland-Globus in seiner ostfriesischen Heimat.
Der Groode Ostfriesland-Globus in seiner ostfriesischen Heimat. (Quelle: Dein Heimatglobus)


Wir spürten, dass unsere Idee bei vielen Menschen sehr gut ankam. Neben der Qualität der Globen war uns aber ein sehr guter Service sehr wichtig. Gut erreichbar sein für Kunden, schnelle und sichere Lieferung, nur zusagen, was wir auch halten können.

Die Arbeit mit dem Ostfriesland-Globus machte uns einfach Spaß. Bestellungen aus unserer Nähe lieferten wir selbst aus, andere per Paketdienst. Und so trafen wir viele Menschen persönlich, die sich über den Globus freuten. Und das war schön zu sehen. Wir hatten etwas geschaffen, was Menschen Freude bereitete. Natürlich war uns klar, dass ein Regionalglobus nicht lebenswichtig und auch nicht für jeden Menschen geschaffen ist. Aber wir erleben noch heute viele Menschen, die sich Ihrer Region tief verbunden fühlen und das gerne zeigen wollen. Und genau diese Menschen wollen wir erreichen. https://deinheimatglobus.de/der-original-ostfriesland-globus/

So beschlossen wir, wir gründen eine Firma. Zugegeben eine kleine Firma, denn wir wollten uns keinen riesigen Klotz ans Bein binden. Der Spaß, den unsere Kunden haben sollen, wollen wir auch haben. Unsere Firma ist also kein Start-up im klassischen Sinne. Denn wir finanzieren alles selbst und so sollte es auch bleiben. Alles ist so angelegt, dass wir es zu zweit bewerkstelligen können. Unser kleines Start-up war also nicht auf explosionsartiges Wachstum angelegt, sondern auf die Freude am Produkt und Verkauf. Sollte irgendwann der Zeitpunkt kommen, wenn unsere Firma mehr Kapital, mehr Personal, mehr Infrastruktur benötigen würde, dann würden wir genau dann entscheiden, wie wir weitermachen wollen.
Natürlich war das in den ersten Jahren eine Luxussituation, denn wir finanzierten neue Globen aus den Erlösen des laufenden Programms – und wir hatten durch unsere anderen Jobs ein Einkommen.
Und so meldeten wir 2019 ein Gewerbe an, entwickelten ein Logo, ließen die Marke schützen und bauten unser kleines Unternehmen auf.

Das Marken-Logo von Dein Heimatglobus mit Claim.
Das Marken-Logo von Dein Heimatglobus mit Claim.

Wie alles begann 3: Überzeugungsarbeit für den Heimatglobus

Uns war nicht klar, wieviel Überzeugungsarbeit wir für unsere Heimatglobus-Idee nun leisten mussten: ein Globus, der ausschließlich eine spezielle Region zeigt. Aber zu unserem Glück hatten wir uns neben den schon erwähnten Grundsätzen – Spaß für uns und Spaß für unsere Kundschaft – weitere Grundsätze gegeben: Wir wollten keine wirtschaftliche Abhängigkeit oder gar einen Investor – denn Dein Heimatglobus war unser Projekt. Und uns war von vornherein wichtig, dass wir das gesamte Projekt nur so lange betreiben wollen, wie wir beide es mit Freude bewältigen können.
Für die Hardcore-Business-Verfechter oder die Start-up-Fans wirkt das vermutlich komisch. Aber wir hatten schon viel erlebt und erlitten. Und für uns persönlich passt einfach nur ein solches Modell.
Zurück zum Heimatglobus: natürlich ist es für einen Kartografie-Profi zunächst ein Unding, eine Globuskarte von einer Region wie Ostfriesland zu erstellen. Aber wir waren überzeugend – und hartnäckig, zumal wir bereit waren, das komplette Risiko zu übernehmen.


Schließlich konnten wir die Profi-Kartografin eines namhaften deutschen Kartografie-Verlags überzeugen, dass unsere Idee umsetzbar war. Und dank der Unterstützung eines guten ehemaligen Verlagskollegen gelang es uns auch, die Globus-Manufaktur dafür zu gewinnen, einen ersten Ostfriesland-Globus zu kaschieren.
Natürlich haben wir uns auch darum gekümmert, dass unsere Idee nicht so einfach kopiert werden konnte. Mit viel Unterstützung von ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gelang es uns, einen Markenschutz zu bekommen. Und mit viel Entgegenkommen unserer Partner-Unternehmen gelang es uns, das Projekt Dein Heimatglobus auch vertraglich abzusichern.
Im Nachhinein klingt das alles ganz einfach, doch es kostete uns viel Zeit, viel Energie und natürlich auch Ersparnisse. Aber es machte unglaublich viel Spaß – vor allem die Reaktionen, als wir die ersten Muster des Ostfriesland-Globus zeigen konnten: auf Erstaunen folgte Sprachlosigkeit, dann eine Lächeln, dann die Suche nach bekannten Orten in Ostfriesland und dann die Frage: wo kann ich so einen Globus bekommen? https://deinheimatglobus.de/dein-heimatglobus-der-shop/

Der Pilsumer Leuchtturm ist ein Wahrzeichen der Krummhörn. Auch er sollte auf unserem Globus verzeichnet sein.

Wie alles begann 2: Die Heimatglobus-Idee nimmt Gestalt an

Als erstes überlegten wir nun, wie ein Heimatglobus aussehen sollte? (Ehrlicherweise müssen wir hier sagen, dass wir den Namen „Dein Heimatglobus“ damals noch gar nicht gefunden hatten). Und für wen sollte der Globus eigentlich sein?
Wir dachten an die Menschen in Ostfriesland, die eine so enge Verbindung zu ihrer Heimat haben. Aber auch an die vielen Gäste, die Jahr für Jahr ihren Urlaub dort verbringen und sich ebenfalls in diese Region verliebt haben. Wir trafen diese Menschen Tag für Tag. Und wir wollten ein Projekt realisieren, das uns Spaß macht, das den Menschen, die Ostfriesland mögen, Spaß macht, und das einfach ungewöhnlich ist. Und natürlich wussten wir, dass ein solcher Globus überhaupt kein „Need“ ist, aber für Manche ein wunderbares „Want“ sein könnte – einen solchen Globus braucht niemand zum Leben; aber ein solcher Globus kann viel Freude schenken. Außerdem ist er immer ein Blickfang, ein Hingucker und Ausgangspunkt für Gespräche über Reisen und wunderbare Erlebnisse.

Wir planten in dieser ersten Zeit noch gar nicht, eine Firma zu gründen. Aber wir wussten aus der Verlagsarbeit, dass es nicht reicht, sich nur mit unserer Idee zu beschäftigen. Wir mussten uns auch genau überlegen, wer sind die Menschen, die sich für einen Ostfriesland-Globus begeistern – wer sind also unsere Zielgruppen. Dabei war allerdings eines von Anfang an klar: die Menschen, die wir erreichen wollten, legen viel Wert auf qualitativ Hochwertiges – mindestens so hochwertig, wie handelsübliche Globen. Und das bedeutete: professionelle Kartografie und eine wirklich gute Verarbeitung.
Zum Glück hatten wir aus unserer gemeinsamen Verlagsvergangenheit gute Kontakte in die „Medienwelt“. Und in dieser Phase kamen und zwei Kontakte sehr gute: die Kontakte zu einem kartografischen Verlag und zu der weltweit ältesten noch produzierenden Globusmanufaktur, die in Süddeutschland angesiedelt ist. Und diese wurden für die Umsetzung unserer Idee von entscheidender Bedeutung – gute Partnerschaften bildeten so die Grundlage für unsere Arbeit.

Wie alles begann 1 – Die Idee

Nicht selten fragen uns Menschen, wie wir bei Dein Heimatglobus auf die Idee mit Globen für einzelne Regionen gekommen sind. Und wie bei vielen „Erfindungen“ traten auch bei uns gleich mehrere Dinge, die nichts miteinander zu tun hatten, zeitgleich aufeinander.
Zunächst haben wir, Christiane und Christoph, viele Jahre Erfahrungen im Verlagswesen gesammelt, u.a. mit kartografischen Werken. Anschließend haben wir beide als Freelancer für verschiedene Organisationen und Unternehmen gearbeitet. Das verschaffte uns eine gewisse Unabhängigkeit – vor allem räumlich. Und so hatten wir ab 2016 eine kleine Wohnung in einem alten umgebauten ostfriesischen Gulfhof. Ein Ort, an dem wir erleben durften, wie Heimatverbundenheit gelebt und gepflegt wird.

Wo alles begann: Die Einfahrt zu dem umgebauten alten Gulfhof. Hier entstand die Idee zum Ostfriesland-Globus, dem ersten Heimatglobus.


Genau dort kreierten wir im Rahmen einer Auftragsarbeit das Motto „Ostfriesland ist unsere Welt“. Und wenig später hörten wir in einer Radiosendung während einer Autofahrt folgenden alten Ostfriesenwitz:

Kommt ein Ostfriese in ein Geschäft und sagt zum Verkäufer: „Ich hätte gerne einen Globus.“
„Sehr gerne“, sagt der Verkäufer und holt einen Weltglobus aus dem Regal.
Der Ostfriese schaut sich den Globus an und sagt: „Ich brauche doch nur Ostfriesland. Was soll ich denn mit dem ganzen Rest?“

Da schauten wir uns an und sagten uns, warum machen wir nicht einen Ostfriesland-Globus https://deinheimatglobus.de/der-original-ostfriesland-globus/?
Es war also ein alter Witz, der uns auf die Idee brachte. Mittlerweile wissen wir, dass es ähnliche Projekte, z.B. für einige deutsche Städte, schon früher gab. Auch deshalb betrachten wir uns nicht als Erfinder dieser Idee. Wir fanden es einfach reizvoll, solche Globen zu entwickeln. Und so fing das Abenteuer „Dein Heimatglobus“ an.